Fachkräfte und Fachkräftemangel


Fachkräftemangel? Es gibt auf der einen Seite un-/gering qualifizierte Arbeiter, ohne Besitz/Vermögen, aber auch normale Fachkräfte deren „Bürgerschaftsrente“ (also der Fakt, dass sie als Angestellter in Deutschland viel mehr verdienen als z.B. in Afrika) durch die Öffnung der Märkte nach Innen und Außen (Neoliberalismus) langsam abgeschmolzen wird. Für diese Menschen ist es aus einer ökonomischen Perspektive sinnvoll sich gegen Migration und Globalisierung zu stellen und das bietet in Deutschland ja derzeit nur die AfD.

Dann gibt es eine sehr kleine Gruppe von hochgebildeten, hochspezialisierten Fachkräften u.o. Menschen die im Besitz von z.B. Produktionsmitteln/Kapital sind. Für diese Gruppe kann die Öffnung der Märkte nach Innen und Außen kurzfristig ökonomisch sinnvoll sein, weil sie ihre eigene hochspezialisierten Arbeitskraft auf einem erweiterten Markt anbieten können, über günstige Arbeitskraft verfügen (z.B. Haushaltshilfen, Babysitter etc.), Besitzer von Produktionsmitteln bekommen günstigere Arbeitskräfte und einen höheren Lohndruck im Niedriglohnbereich, Kapitalbesitzer bekommen Zugriff auf einen erweiterten Markt etc. Darüber hinaus tragen sie die Kosten der von ihnen forcierten Politik nicht mit (Einwanderung in die Sozialsysteme). Somit werden Gewinne privatisiert, Kosten dagegen sozialisiert. Diese sehr kleine elitäre Gruppe kann heute in Berlin leben morgen in Brüssel und übermorgen in Paris, New York oder Sao Paulo, durch ihre finanziellen Möglichkeiten trifft sie überall auf einen annähernd gleichen Lebensstandard, gute Privatschulen für ihre Kinder sowie ein ähnliches soziales Milieu. Länderspezifische Unterschiede werden somit eher als kulturell bereichernd wahrgenommen, das Selbstverständnis dieser Gruppe ist das einer weltbürgerlichen Elite. Als Gewinner der Globalisierung ist diese Gruppe natürlich „attraktiv“ und bestimmt durch ihren Einfluss in Medien und Politik den öffentlichen Diskurs, durchzieht elitäre Karrierenetzwerke, Hochschulen etc.

Zu der letzteren Gruppe gesellt sich eine sehr große Gruppe derer, die sich auf einer mentalen Ebene als Zugehörige dieser Gruppe empfinden, es aber auf der ökonomischen Ebene nicht sind und nie sein werden (Studenten, Journalisten, ein Teil der Linken etc.). Aus deren Perspektive ist es eigentlich sehr Irrational für eine ungeregelte Migration, sowie eine Öffnung der Märkte zu sein (Für die Linke z.b. höchst irrational). Zudem greift die Globalisierung sukzessive den sozialen Status immer höherer Statusgruppen an und wird – jedenfalls in Europa – so dilletantisch betrieben, dass sie nur zu einem totalen Zusammenbruch führen kann, sobald der soziale Sektor nicht mehr finanziert werden kann.

Das ist die Konfliktlinie der Zukunft!

PS Fachkräftemangel ist ein Märchen, wann Fachkräftemangel herrscht, dass wird von den Personaler- u. Arbeitsgeberverbänden definiert. Diese sprechen bereits von „Fachkräftemangel“ wenn auf eine Stellenausschreibung statt 80 nur 14 Bewerbungen eingehen.

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Über politbueroblog

Politik, IT, Kommunikation und Fitness sind meine Themen - und darum geht es auch in meinen Blogs: Software und Hardwaresysteme, Informatik, WIrtschaftsinformatik, die Übetragung von Daten und Informationen sowie auf der anderen Seite um Dauerbrenner und tagespolitische Ereignisse aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, nicht zu vergessen Kraftsport, Fitness Training, und Wellness.
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